Meine privatere Seite


Hallo, ich heiße Peter Rademacher. Willkommen auf meiner etwas privateren Webseite! (Letzte Überarbeitung Januar 2011)

 

Im März 2009:
Okay, die Haare sind oben herum etwas knapp geworden, dafür sprießt der Bart (seit ca. 30 Jahren) umso heftiger.

 Meine Wurzeln, wo ich herkomme

Zu wissen wo man herkommt gehört zur Identität. Geboren wurde ich schon vor ziemlich langer Zeit, noch vor dem Krieg, in Tiefenfurt Kreis Bunzlau in Niederschlesien. Ich bin also Schlesier. Unser Dorf liegt östlich der Neiße, in der Niederschlesischen Oberlausitz, zwischen Görlitz und Bunzlau - leider eben auf der "falschen" Seite des Flusses. Historisch gesehen war Schlesien seit ca. 800 Jahren deutsch. Bevor es 1740 zu Preußen kam, war es Teil Österreichs, also kulturell ebenfalls deutsch. Ein Österreicher hat es dann schließlich fertiggebracht, dass wir Schlesien ganz verloren haben. Heute ist es ein Teil Polens.

Unsere Kreisstadt war Bunzlau, eine alte schlesische Töpferstadt. Bunzlauer Töpferwaren hatten einen legendären Ruf. Gibt man "Bunzlau" als Suchbegriff bei Google ein, kann man sich auch jetzt noch ein Bild davon machen.

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Für Interessierte nachfolgend ein Auszug aus einer Erhebung des Kreises Bunzlau aus dem Jahr 1939:

Statistik Kreis Bunzlau, Niederschlesien, Stand 1939, da gab es mich schon im Kleinformat

Zugehörigkeit staatlich:  Land Preußen, Provinz Schlesien, Reg.-Bezirk Liegnitz
E
vangelisch:              Evangelische Kirche der altpreußischen Union
Katholisch:               Bistum Breslau
Einwohner 1939:           74 411
Evangelisch:              81,2 %
Katholisch:               15,3 %
S
onstige:                  3,5 %


Ich bin, wie die meisten Niederschlesier, evangelisch und komme aus einfachen Verhältnissen. Der Vater war, bedingt durch die heimische Industrie, Glas- und Porzellan Maler. Die Mutter war Hausfrau. Unsere Kindheit war schön, aber schon geprägt von den sich ständig verdichtenden und nähernden Kriegsereignissen. Unseren Vater, der wie fast alle Väter bei der Wehrmacht war, sahen wir nur selten. Das bedauerten meine Schwester und ich nicht allzu sehr, denn er war immer für eine Tracht Prügel gut.



Unsere Mutter mit mir (hier noch ohne Bart) im Frühling/Sommer
1938. Man kann gut erkennen, daß der Vater gern fotografiert
hat, denn
das Bild ist gut empfunden und korrekt aufgebaut
.

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Heimat. Unser Dorf wird kaum jemand kennen. Trotzdem, wer aktuell "Tiefenfurt" als Suchbegriff bei Google eingibt, erhält eine Menge Webseiten angeboten - und das, obwohl Tiefenfurt schon über 60 Jahre polnisch ist und heute Parowa heißt! Es gab in unserem Dorf mehrere Porzellan-Manufakturen. Tiefenfurter Porzellan war damals bezahlbar, nicht zu vergleichen etwa mit Meißen oder Hutschenreuter. Es geistert aber auch heute noch in Sammlerkreisen herum.

Unser Dorf  lag in der  Kohlfurter Heide, etwa mittig zwischen Görlitz und Bunzlau. Flaches Land, Birken und Kiefern, viel Sand, Heidelbeeren und Pilze  - sind in Erinnerung geblieben.

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Görlitz. Wer einmal schlesische Luft atmen möchte, der sollte die alte Tuchmacher-Stadt Görlitz besuchen, die seit der Wende die östlichste Stadt Deutschlands ist. Unsere Familie hatte zu dieser Stadt schon immer eine besondere Beziehung. Dort ging mein Vater schon zur Schule und ich verbrachte in Görlitz einen Teil meiner Kindheit und meine ganze Jugend. Görlitz gilt bei einigen Denkmalschützern immerhin als die "schönste Stadt Deutschlands". Ein kurzer Besuch der Stadt, in 2008, zeigte zwei Seiten. Ein Teil der historischen Altstadt ist sehr schön restauriert, aber in anderen Stadtteilen zeigen sich immer noch die katastrophalen Folgen von 40 Jahren DDR-Planwirschaft.

Görlitz, 1946, Schule 1, Klasse 3b, 43 Buben, Lehrerin Frl. Gisela. Der Kleine in der zweiten Reihe von oben, an dritter Stelle von links bin ich. Es war ein schlimmes Jahr in dem bei uns viele Leute verhungerten und mancher Junge keine Schuhe für die Schule hatte (Hartz IV wäre für uns damals ein Traum gewesen!). Trotzdem, wir waren Jungs und das Leben gefiel uns!

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Odyssee. Lasse ich mal meine verschiedenen Stationen Revue passieren, so kommt einiges an Umzügen und Schulwechseln zusammen. Ohne die Vertreibung wäre mein Leben bestimmt sehr viel geregelter und ruhiger verlaufen. So aber lebten wir eine Weile in der damaligen Tschechoslowakei, in Thüringen, in der Uckermark, im Erzgebirge und überwiegend in der niederschlesischen Oberlausitz (Görlitz). Mit 19 verließ ich die damalige DDR und lebte einige wichtige Jahre im Raum Wetzlar-Garbenheim, wo ich später auch meine erste Frau heiratete. Dann wohnten wir in Heerbrugg (CH), in Offenbach, in Stadthagen (Niedersachsen) um dann schließlich hier im Ländle, zunächst im Schwarzwald, zu landen.

Ich weiß, ein "Eingeborener" Einheimischer kann sich so ein Leben nicht wirklich vorstellen. Ganz sicher hat es eine Menge Nachteile. Es fehlen die gewachsenen Wurzeln. Sowas wie alte Schulfreunde, Klassenkameraden hat man nicht. Man bleibt im Grunde immer etwas fremder als die Meisten, alles bleibt eher unverbindlich. Zudem ist man den Wechsel gewohnt. Es fällt deshalb auch nicht wirklich leicht irgendwo im "eigenen Häuschen mit Garten" sowas wie die letzte Station erreicht zu haben.

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Berufliches. Volksschule, Werkzeugmacher Lehre, Facharbeiter, später Mittlere Reife, Fachhochschulreife (Telekolleg II), staatl. gepr. Techniker, letzter Job "Technischer Redakteur" bei Digital Equipment Computers - das wars schon. Unter anderen Umständen und mit etwas mehr Ehrgeiz hätte es vielleicht etwas mehr sein können. Warum aber immer mehr? Es ist so okay. Dafür hat es meine Frau als Dipl. Verwaltungs Wirt im Range einer Verwaltungs-Oberamtsrätin (klingt doch gut!) etwas weiter gebracht.

 

Privates. Hier ist etwas Zurückhaltung angesagt, denn die Privatshäre ist ein geschützter Bereich. Doch das kann gesagt werden: Seit etwa 25 Jahren bin ich in zweiter Ehe verheiratet. Meine Frau, es hat sich so ergeben, ist knapp 14 Jahre jünger als ich. Ich kann ohne Übertreibung sagen, dass wir uns nach anfänglichen Schwierigkeiten, gut "zusammen gerauft" haben. Die einen "raufen" früher, die anderen später und manche "raufen" immer. Wir haben früher "gerauft" und dann damit aufgehört weil uns der Stoff und die Lust dazu langsam ausging. Unser "Geheimnis" ist kein Geheimnis. Wir haben nur gelernt den Anderen so zu lassen wie er ist. Lieber das Original als eine zurecht gebogene Kopie. So lernt man irgendwann sogar die Marotten des Anderen richtig zu mögen. Klar gehört auch immer eine gewisse Bereitschaft zu Kompromissen dazu. Ohne das wir die ehelichen Grenzen verlassen, haben wir beide uns unsere persönlichen Freiräume weitgehend erhalten. Es gibt keinen Argwohn und kein Mißtrauen. Leider lernt einem das Leben solche wichtigen Erfahrungen oft etwas spät - doch in unserem Fall noch nicht zu spät. Dass man sich nach solanger Zeit mit seinem Partner immer noch sehr wohl fühlt, eine gute Erfahrung die ich Jedem wünsche. Doch mit zunehmender Zeit des Zusammenseins muß man auch damit umgehen lernen, dass einer mal zurückbleiben wird. Ein bedrückender dunkler Gedanke!

 

Ich bin alt geworden (Eingefügt Feb. 2009).  Es ist schon eine Weile soweit, ich bin alt geworden. Es passiert ganz langsam, fast unbemerkt schleicht es sich ein. Der tägliche Blick in den Spiegel zeigt eigentlich immer das gleiche Gesicht - mal mehr und mal weniger verkraftbar. Doch fällt der Blick mal auf ein Foto, dass vor einer handvoll Jahren gemacht wurde, dann ist der Unterschied nicht zu übersehen. Wie es Anderen so geht, weiß ich nicht. Wie alle, versuche auch ich mich halbwegs in Form zu halten. Mit über Siebzig hat man trotzdem seine Baustellen. Damit muß man leben und am besten immer auf die sehen, denen es schlechter geht. Und das sind Viele. Gott sei Dank, bisher bin ich von schwerwiegenden Krankheiten verschont geblieben. Mir ist klar, dass ich kein dauerndes Anrecht auf Gesundheit habe und sich alles sehr schnell ändern kann.

 

Eine persönliche Webseite. Es geht es mir zunächst primär um eine sinnvolle Beschäftigung. Ich arbeite gern am PC. Vor allem, wenn es sich dabei um eine halbwegs vernüftige Aufgabe handelt. So eine Webseite ist eine vernünftige Aufgabe. Ein Web-Auftritt bedeutet immer auch eine gewisse Offenheit gegenüber Mitmenschen. Wer schon bei erster Dämmerung die Vorhänge zuzieht oder die Rollos herunterlässt, damit keine Nachbarn reinsehen, der dürfte kaum ein Webseiten-Typ sein.

Man erlaubt dabei immer auch Einblicke ins Private. Und wenn man dann ggf. noch ein paar unpopuläre Meinungen vertritt, kann man sich auch noch zur Zielscheibe machen. Ich denke, etwas Selbstvertrauen gehört schon dazu. Eine Webseite ist übrigens nie ganz fertig. Kaum liest man mal wieder rein, und schon gefällt einem das eine oder andere nicht mehr, man findet Fehler und schon wird wieder herumgebastelt. Mal ehrlich, ist ja auch ein geiles Gefühl zu wissen, dass so eine Seite weltweit Verbreitung findet - auch wenn sich die Zahl der Zugriffe in sehr bescheidenen Grenzen hält. Trotzdem hatte ich schon paar interessante Kontakte.

Viele Fotos auf der Webseite habe ich gelöscht, denn immer wieder wird davor gewarnt zuviel Persönliches preiszugeben. So ist leider die negative Seite des an sich schönen Mediums "Internet".

 

Ich habe auch eine mir wichtige Themenseite.

Hier beziehe ich Position zu einigen Themen, wobei ich nicht immer gängige Meinungen vertrete. Das ist ein Grundrecht auf das ich nicht verzichte. Warum sollte ich mich sonst zu Wort melden, wenn ich keine eigenen Meinungen hätte?

 

 

Klicke mal hier:  http://www.mcradie.beepworld.de/

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